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Schmerzsymptomatik

Das gesamte Hundeleben, von der Lebensqualität bis hin zum Wohlbefinden und dem Wesen des Hundes, werden enorm von dem Schmerz bzw. von der Schmerzfreiheit beschränkt. Der Schmerz ist gleich wie die Liebe, Trauer, Wut und andere Gefühle zu verstehen. Abgesehen davon ist er ein Sinnessystem mit lebenserhaltender Bedeutung. Sollte es beim Tier zu einer defekten Schmerzwahrnehmung kommen, kann dieses einer ständigen Verletzungs- und Infektionsgefahr ausgesetzt sein.

 

Der allgemeine Schmerz unterscheidet sich von dem akuten Schmerz und dem chronischen Schmerz. Der akute Schmerzreiz tritt plötzlich auf und ist meist von sehr kurzer Dauer, da der Betroffene sich schnell von der Bedrohung entzieht. Solche Schmerzen dienen somit als Warner oder Bewahrer. Bei den chronischen Schmerzzuständen handelt sich für den Betroffenen um Dimensionen des Leidens wodurch seine Lebensqualität eingeschränkt werden kann. Menschen können ihr Unwohlsein und ihre Schmerzen beschreiben und zum Ausdruck bringen.

 

Wie erkennen wir die Schmerzen bei dem Tier? Der Hund zeigt seine Probleme in erster Linie durch verändertes Verhalten und sein äußeres Erscheinungsbild. Verletzungen erkennt man sofort an den frischen Wunden. Innere Schmerzen können in vielfältiger Weise geäußert werden. Sie sind zum Beispiel an geweiteten Pupillen, stumpfes-, schuppiges-, fettiges- Fell erahnbar. Außerdem können Schmerzen Haarverlust und Verhaltensveränderungen auswirken. Das Tier kann Schmerzäußerungen von sich geben und Berührungsempfindlich werden, je nach Charakter des Tieres und dessen Schmerzen kann es auch zu Aggressionen führen.

Oft kann der Schmerz über die Körperhaltung und Bewegung bis hin zur Schonhaltung und Lahmheiten sehr gut signalisiert werden. Schmerzen am Bewegungsapparat zeigt der Hund durch ein unharmonisches Bewegungsbild bzw. durch Schonhaltung. Diese definiert man zwischen Anlaufschmerzen, Belastungsschmerz und Ruheschmerz. Unter Anlaufschmerzen versteht man, Schmerz- Symptome die nach einer Ruhepause beim Aufstehen auftreten. Dabei läuft der Hund die ersten Meter noch hinkend und sehr steif. Doch läuft er sich nach nur kürzester Zeit ein. Der Belastungsschmerz verdeutlicht das lahmen, das heißt dass der Hund erst nach einer gewissen Belastungsphase anfängt zu lahmen. Typisch für eine solche Symptomatik kann eine Gelenksentzündung vorliegen. Ist die rede von einem Ruheschmerz, kann dies negativ zu deuten sein. Der Besitzer kann nur schwer erkennen ob sein Tier während des Ruhen schmerzen erleidet, folge für diesen Schmerz könne Erkrankungen innerer Organe, Krebserkrankungen und viele andere Erkrankungen sein.